Country Trends

Curious about the Footprints of individual countries?


Footprint der Welt

Passen wir noch auf den Planeten?

Heute nutzt die Menschheit Ressourcen von 1,5 Planeten. Das bedeutet, dass die Erde über ein Jahr und sechs Monate braucht, um den Verbrauch der Menschheit eines Jahres zu decken.

Wenn wir moderate UN-Szenarien der verschiedenen UN-Organisationen zusammenzählen – Bevölkerungs- und Konsumtrends sowie eine weitere Steigerung der Ernteerträge – dann zeigt es sich, dass wir im Jahr 2030 einen Ressourcenverbrauch hätten, der zwei Planeten benötigen würde. Doch leider haben wir nur einen Planeten. Es scheint unwahrscheinlich, dass sich soviel Overshoot so lange aufhäufen lässt.

Wir verwandeln Ressourcen schneller in Abfälle, als dass Abfälle wieder in Ressourcen umgewandelt werden können. Das Resultat ist ökologischer Overshoot. Wir verringern genau diejenigen Ressourcen und füllen die Abfallsenken (wie zum Beispiel die Atmosphäre), von denen menschliches Leben und Artenvielfalt abhängen.


world footprint scenarios

Die Anzeichen für die Umweltzerstörung zeigen sich weltweit. Überfischung, Abholzung von Wäldern, Verknappung des Süsswassers, Zunahme von CO2 in der Atmosphäre und die Anhäufung von Abfällen und Verunreinigungen illustrieren das.

Overshoot trägt zu Ressourcenkonflikten und Kriegen, Massenflucht, Hungersnöten, Krankheiten und anderen menschlichen Katastrophen bei. Dabei sind Menschen, die in Armut leben, unverhältnismässig häufiger von den Auswirkungen dieser Katastrophen betroffen. Sie können sich nicht von diesen Problemen "loskaufen", indem sie ihre Ressourcen von woandersher beziehen. Sie haben dazu schlicht nicht die Kaufkraft.

Die Erde liefert alles, was wir zum Leben brauchen. Aber was braucht es, damit die Menschheit innerhalb der ökologischen Grenzen unseres einzigen Planeten lebt?

Es beginnt damit, dass Individuen und Institutionen ökologische Grenzen erkennen können. Dieses Verständnis soll dann ganz zentral Entscheidungsträger informieren: Was bedeuten diese ökologischen Trends? Welche Entscheidungen helfen in diesem neuen Kontext den Erfolg zu sichern? Finden wir Wege, den menschlichen Einfallsreichtum zu nutzen, um attraktive Lebensweisen innerhalb der Beschränkungen unseres Planeten zu finden? In welche Infrastrukturen und Technologien müssen wir investieren, um in einer Welt mit beschränkten Ressourcen gut zu leben? Das bedeutet aber, dass unsere Entscheidungen ökologisch informiert sein müssen, um dieses Potential realisieren zu können. Damit schaffen wir öffentliches Bewusstsein und ermutigen auch Unternehmen und politische Entscheidungsträger dazu, ihre Strategie zu überdenken.

Messinstrumenten wie der Ecological Footprint sind unerlässlich für den Umgang mit unserem natürlichen Kapital. Denn vorsichtige Nutzung dieses Kapitals ist grundlegend für das Überleben und den Erfolg der Menschheit. Wenn wir wissen, wie viele natürliche Ressourcen uns zur Verfügung stehen, wie viele wir verwenden und wer welche Ressourcen verwendet, dann kennen wir unsere Ausgangslage. Eine realistische Einschätzung der Lage hilft, klare Ziele für eine nachhaltige Lebensgrundlage zu setzen und unseren Fortschritt in diese Richtung zu erfassen.

*Erfahren Sie mehr im Ecological Footprint Atlas auf Englisch.